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12. Februar 2018 - Essen

Priester mit Leib und Seele

Bernhard Kühling feiert diamantenes Priesterjubiläum

Vor 60 Jahren, am 11.2.1958, hatte Bischof Michael Keller im Münster Bernhard Kühling zum Priester geweiht. Gestern feierte er mit zehn Geistlichen, unter ihnen auch Weihbischof Wilfried Theising, und vielen hundert Gläubigen einen festlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Bartholomäus. Die kirchlichen Verbände waren mit Fahnenabordnungen vertreten, die musikalische Gestaltung übernahmen einige Bläser und der gemischte Chor Essen unter Leitung von Bärbel Beyer. Erzbischof Josef Ti Kang aus Taiwan, Kühlings alter Weggefährte, ließ den Jubilar, der am Altar mitzelebrierte, per Brief grüßen. 33 Jahre hatte Kühling hier Dienst getan. Mit 75 Jahren hatte er sich aus der Seelsorgearbeit zurückgezogen.

Einzug

Beim Einzug mit Weihbischof Wilfried Theising

Portrait
Am Altar

Am Altar mit Pfarrer P. Bernhard Seggewiß SDB und Weihbischof Wilfried Theising.

Portrait Kühling

Beim Schlusssegen

Vor dem Auszug

Vor dem Auszug. Pfarrer em. Kühling steht in zweiter Reihe, so dass er anschließend als erster auszieht.

Für Theising war es schon das zweite diamantene Priesterjubiläum an dem Tag. Nur wenige Stunden zuvor hatte es auch Pfarrer em. Josef Saalfeld (84), der wie Kühling aus Lohne stammt und mit ihm in Münster geweiht worden waren, in Löningen gefeiert. 36 junge Männer waren sie damals bei der Weihe gewesen, neun von ihnen leben noch. „Die Zeit Deiner Priesterweihe ist eine ganz andere gewesen als heute“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Seitdem hätte sich viel verändert. Gleich in seinem ersten Priesterjahr hätte es mit Johannes XXIII einen neuen Papst gegeben, der die Notwendigkeit von Neuerungen erkannt hätte. „Ihr habt damals noch nach dem alten Ritus Messe gefeiert.“ Das zweite Vatikanische Konzil hätte ein neues Priesterverständnis geschaffen und Laiengremien seien in den Gemeinden entstanden.

In den 33 Jahren, die er nach seinen Kaplansjahren in Visbek, Delmenhorst und Rodenkirchen in Essen Pfarrer gewesen sei, habe er ein großes Herz für diese Gemeinde entwickelt. „Die große Zahl der Gottesdienstbesucher macht es jetzt deutlich, wie sehr Du geschätzt wirst.“ Viele der Anwesenden hätte er getauft, gefirmt, getraut oder in der Trauer begleitet. Dass Kirche heute eine andere Stellung habe als vor 60 Jahren, klinge zunächst wie ein Verlust. „Doch Veränderungen gehören auch zum kirchlichen Leben. Ändert sich nichts, ist das ein Zeichen von Leblosigkeit.“

Ihn ermutige es, an einem Sonntagnachmittag so viele Menschen in der Kirche zu sehen, sagte Theising. „Wir können zuversichtlich nach vorne schauen.“ „Auch wenn Du schon ein hohes Alter erreicht hast, weißt Du doch, dass das Größte noch vor Dir liegt“, wandte sich der Weihbischof noch einmal direkt an den Jubilar. „Das ist das, was unseren Glauben ausmacht und was Du als Priester verkündet hast. Dieser Botschaft hast Du Dich mit Leib und Seele verschrieben. Ich wünsche Dir, dass Du diesen Weg noch lange gehen kannst.“

Diese Wünsche bekräftigte am Schluss des Gottesdienstes auch Pastoralreferent Josef Lindemann, der sich bei allen Akteuren des Gottesdienstes und des anschließenden Empfangs im Pfarrheim bedankte. Sein größter Dank aber galt dem Jubilar für den langen Dienst in der Gemeinde. „Schön, dass es Dich gibt“.  

Ludger Heuer

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