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19. Juni 2017 - Bethen, Vechta

Nur am Erdbeerfeld gab es Murren

Kolleg St. Thomas wallt nach Bethen

Mit einem Festgottesdienst im Schatten der Bether Wallfahrtsbasilika feierten heute ca. 600 Schüler, die Lehrer und viele Eltern des Vechtaer Kollegs St. Thomas im Rahmen des Jubiläumsjahres zum 800-jährigen Bestehen des Dominikanerordens den Abschluss des Schuljahres. Zu Fuß waren alle nach Beten gekommen, um den Gottesdienst mit Weihbischof Wilfried Theising zu feiern. Die musikalische Gestaltung übernahm das schuleigene Blasorchester unter Leitung von Blair Carmichael.

Einzug zum Gottesdienst

Einzug zum Gottesdienst

Weihbischof Theising bei seiner Predigt

Weihbischof Theising bei seiner Predigt

Auzug

Auszug

Um drei Uhr in der Früh warnen die ersten dreißig Schüler aus dem 10. und 11. Jahrgang in Vechta losgelaufen. Die Abiturienten sind schon verabschiedet. In Schwichteler bot ihnen ein Bruder von Pater Sebastian eine Stärkung an. Trotz der großen Hitze hatte die kleine Gruppe bis 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes ihr Ziel erreicht. Die anderen Schüler waren mit Eltern und Lehrern mit Bussen bis nach Emstek gefahren und dann die letzten neun Kilometer gelaufen. „Völlig ohne Probleme“, bestätigte ein Klassenlehrer. Nur an einem Erdbeerfeld hätten die Schüler gemurrt und wollten eigentlich stoppen.

Wallfahrtspfarrer Dr. Dirk Költgen begrüßte die Schulgemeinschaft in der großen Mittagshitze. Er wisse, wie man sich nach so einem Marsch fühle und wie zufrieden man sei, wenn man es geschafft habe, sagte er. Als Schüler sei er mehrmals die 28 Kilometer zum Wallfahrtsort Kelvelaer gelaufen. Und auch sie wären immer um drei Uhr in der Früh gestartet. Pater Dr. Andreas Bordowski begrüßte als Schulleiter Weihbischof Theising in der Hausgemeinschaft. Er sei eine große Ehre, dass das Kolleg die erste Schule sei, mit der der neue Weihbischof einen Gottesdienst feiere.

„Ich freue mich sehr, dass Ihr auch im Glauben eine so große Gemeinschaft seid“, sagte Theising zur Begrüßung. „Ich hätte meine Zeit kaum besser verbringen können als mit Euch“. Vielleicht auch mit Blick auf die Malteser, die auf der anderen Straßenseite ihre Verpflegungswagen für die hungrigen und vor allem durstigen Wallfahrer aufgebaut hatten, sprach er in seiner Predigt über das Wunder der Brotvermehrung. Dabei forderte er die Schüler auf, Ereignisse aus dem letzten Schuljahr zu benennen, die ihnen wichtig gewesen seien. Die Palette reichte vom Ausflug nach Bologna zum Grab des Hl. Dominikus bis hin zum letzten Abistreich. „Egal was ihr macht: Gott ist bei Euch auf dem Weg.“ In der Gemeinschaft zu teilen sei immer schöner als alles für sich zu behalten. Denn „Gott gibt uns immer etwas dazu“, sagte Theising.

Ludger Heuer

 
 

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