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21. Januar 2018 - Cloppenburg

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Liturgische Revue stimmt auf Katholikentag ein

Mit einer licht- und bildreichen Liturgischen Revue stimmte die Jugendkirche "effata" heute in der St. Josefs-Kirche über dreihundert Besucher auf den Katholikentag ein, der vom 10. bis 13. Mai in Münster stattfindet. „Wir wollen einen Wortgottesdienst machen mit Inhalten, die Jugendliche interessieren und bewegen“, erklärte Diözesanjugendseelsorger Hendrik Drüing den inhaltlichen Schwerpunkt der Revue, die er mit Ehrenamtlichen zusammengestellt hat.

Auftakt zur Liturgischen Revue

Auftakt zur Liturgischen Revue

Diözesanjugendseelsorger Drüing

Diözesanjugendseelsorger Hendrik Drüing leitete den Wortgottesdienst

Vase mit Abstimmungskarten

"Lüge" stand unter dieser Stele

Große Lichtshow in der Kirche

Große Lichtshow in der Kirche

Lichtshow in St. Josef

Unter das Licht von Bethlehem schrieben die Besucher ihre Vornamen

effata-Band

Die effata-Band aus Münster unter Leitung von Anselm Thissen

Schon um 14.00 Uhr hatte ein fünfköpfiges Team unter Leitung von Andreas Kemper mit dem Aufbau begonnen. Bis der Gottesdienst um 19.30 Uhr begann, hatten sie im Altarraum sechs kopfbewegte Scheinwerfer, eine große Leinwand und eine Nebelmaschine aufgebaut. Vor dem Altarraum stand eine lange Traverse für die LED-Scheinwerfer, die den Altarraum wie zu einem Popkonzert ausleuchtete. Mehrere hundert Meter Kabel sorgten für den nötigen Strom. Die Musik kam live von der achtköpfigen Münsteraner effata-Band. Bandleader Anselm Thissen stimmte die Besucher, unter denen sich neben einer großen Firmgruppe aus Barßel auch viele Cloppenburger Gemeindemitglieder alle Jahrgangsstufen befanden, vorab auf die Lieder ein. „Bei Jugendgottesdiensten ist es wichtiger mitzusingen als jeden Ton zu treffen.“    

"Most wanted" (= am meisten gesucht), das Motto des Gottesdienstes, greife das Leitwort des Katholikentages "Suche Frieden" auf, erklärte Drüing. Durch das Hochalten von Abstimmungszetteln sollten die Jugendlichen zeigen, welchen der folgenden Aussagen sie zustimmen würden. „Ich möchte mal im Ausland leben und andere Menschen kennen lernen“ (einige), „ich möchte mal was Verrücktes wie einen Fallschirmsprung machen“ (einige), „einen spannenden Urlaub verbringen“ (viele), „den Jakobsweg gehen“ (wenige), „bewusst betrunken sein, um meine Grenzen zu erkennen“ (viele) oder „mal auf das Handy verzichten“ (erstaunlich viele). Mal ein Buch schreiben oder einen Brief an sich selbst, den man erst Jahre später wieder lesen soll, dass wollten nur wenige.

In Filmausschnitten thematisierten Drüing und sein Team Begriffe wie Enttäuschung, Trennung, Lüge, Gewalt und Mobbing. „Es gibt bestimmt bei jedem von uns solche Situationen, wo man nicht mehr weiter weiß“, sagte er. Und er lud die Besucher ein, aufzustehen und diese Begriffe in der dunklen Kirche zu suchen. Auf fünf Stelen waren sie geschrieben, obendrauf eine leere Vase. Jeder sollte seine Abstimmungskarte dort einwerfen, wo er Frieden suchen würde. Alle Karten fanden eine Vase.
Zum Abschluss der 90-minütigen Revue bat Drüing die Besucher, nach vorne zu kommen und ihre Vornamen auf eine große Steele zu schreiben. Oben auf der Stele brannte das Friedenslicht von Bethlehem, seit vielen Jahr ein internationales Symbol für den Frieden. „Ich hoffe, wie sehen uns beim Katholikentag in Münster wieder“, hieß es vor dem Schlusslied.

Großer Applaus, gute Stimmung - auch bei den älteren Semestern, Zugabe, Licht an, Ton aus, alle raus. Die Techniker hatten noch eineinhalb Stunden Abbau vor sich. Dann zum nächsten Termin. Wie bei einer richtigen Revuetournee.

Die liturgische Revue hat weitere Stationen am 27. Januar in St. Antonius Rheine, am 3. Februar in St. Johannes Oelde und am 24. Februar in St. Mariä Himmelfahrt Wesel.

Ludger Heuer

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