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26. Juni 2017 - Paderborn, Vechta

Katholiken im Bistum Münster spenden 749.000 Euro für die Diaspora

Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2016 – auch Offizialatsbezirk wurde gefördert

Mit 15,1 Mio. Euro hat das Bonifatiuswerk 2016 Katholiken in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Insgesamt konnten 827 Projekte gefördert werden. Die katholischen Christen aus dem Bistum Münster haben in Kollekten und Einzelspenden 749.000 Euro für die Diasporahilfe gespendet. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden im Bistum Münster 111.000 Euro (bundesweit 2,15 Mio. Euro) gesammelt. Erstkommunionkinder und Firmbewerber sammelten 196.000 Euro bzw. 83.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora. Im Offizialatsbezirk Oldenburg unterstützte das Bonifatiuswerk Bauprojekte mit 90.000 Euro, Projekte der Kinder- und Jugendseelsorge mit 9.000 Euro und zwei Boni-Busse mit 39.000 Euro.

Austen und Paus

v.l. Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes) und Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) präsentieren den Jahresbericht 2016 des Bonifatiuswerkes.

„Die gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen bringen mit sich, dass immer mehr Katholiken ihr kirchliches Leben in der Minderheit erfahren und auf Solidarität und Hilfe angewiesen sind“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsigonore Georg Austen, während der Jahrespressekonferenz des Bonifatiuswerkes in Hamburg. „Gerade die christlichen Kirchen sind unseres Erachtens nach wie vor zentrale Orte, an denen Menschen dem Sinn ihres Lebens und den Fragen nach ihrer Herkunft und Zukunft nachspüren“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

In Deutschland wurden Projekte mit 5,7 Mio. Euro, in Skandinavien mit 2,6 Mio. Euro und in Estland und Lettland mit 640.000 Euro gefördert. 75 Bauprojekte wurden mit 3,25 Mio. Euro unterstützt, 662 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 2 Mio. Euro und 42 Projekte der Glaubenshilfe mit einer Mio. Euro. Durch die Verkehrshilfe konnten 48 BONI-Busse mit 825.000 Euro für die Gemeindearbeit angeschafft werden. In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen 2,1 Mio. Euro, in die Projektbegleitung 476.000 Euro. Aus den Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 3,6 Mio. Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet. Für Großprojekte der kommenden Jahre hat das Bonifatiuswerk 4,2 Mio. Euro zurückgestellt. Knapp 2 Mio. Euro wurden für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die vermögenswirksamen Ausgaben und die Bildung weiterer Rückstellungen machen 3,3 Mio. Euro aus.

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,8 Mio. Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (11,2 Mio. Euro) und aus zweckgebundenen Mitteln des Diapora-Kommissariates (3,6 Mio. Euro). Obwohl die Kollekten im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben sind, zeigt sich bei der Kollekte zum Diaspora-Sonntag ein leichter Rückgang. Die Gaben der Erstkommunionkinder und der Firmbewerber sind trotz rückläufiger Anzahl an Kindern und Jugendlichen leicht angestiegen. Aus der Vermögensverwaltung und aus sonstigen Einnahmen sind dem Bonifatiuswerk 4,9 Mio. Euro zugeflossen. Der Verwaltungsaufwand wird aus diesen Einnahmen getragen, so dass alle Spendengelder in voller Höhe satzungsgemäß in die Projektförderung fließen.

Der Jahresbericht 2016 ist nachzulesen im Downloadbereich unter www.bonifatiuswerk.de

Patrick Kleibold

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