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Katholiken im Bistum Münster spenden 542.000 Euro für die Diaspora

14. Juni 2016 - Paderborn

Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2015

Mit 15,7 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2015 891 Projekte in der Diaspora Deutschlands, in Nordeuropa und im Baltikum gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr (14,6 Millionen Euro) ist dies ein Anstieg um 1,1 Millionen Euro. Die katholischen Christen aus dem Bistum Münster haben 542.000 Euro in Kollekten und Einzelspenden für die Diaspora gespendet. Diese Zahlen gehen aus dem Jahresbericht 2015 des Hilfswerkes hervor.

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Heinz Paus (l.) und Monsignore Georg Austen (r.) stellen den Jahresbericht 2015 des Bonifatiuswerkes vor.

Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden im Bistum Münster 81.000 Euro und bundesweit 2,3 Millionen Euro gesammelt. Erstkommunionkinder und Firmbewerber sammelten 184.000 Euro und 79.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora. Im Bistum Münster unterstützte das Bonifatiuswerk Bauprojekte mit 66.500 Euro, die Kinder- und Jugendseelsorge mit 4.500 Euro und zwei Boni-Busse mit 41.000 Euro.

Der Jahresbericht 2015 zeigt mehrere positive Entwicklungen. So stiegen die Spenden um 16 Prozent auf 3,1 Millionen Euro. Ein positiver Trend zeigte sich bei den Kollekten, die um 200.000 Euro auf 4,87 Millionen Euro gestiegen sind. Die Anzahl der geförderten Projekte blieb im vergangenen Jahr stabil, dafür konnten zukunftsweisende Projekte mit einer höheren Fördersumme bedacht werden. Auch die Kinder- und Jugendhilfe hat von dieser Entwicklung profitiert. Der Förderbetrag stieg um 100.000 Euro. Im Bereich der Glaubensbildung konnte das Bonifatiuswerk seine Arbeit durch unterstützende Materialien für die Gemeinde- und Katechesearbeit intensivieren.

„Diese Entwicklung zeigt sich auch in unserer 2015 durchgeführten Spenderbefragung, die uns dabei hilft, Förderprojekte zielgerichteter zu adressieren. Zudem sind wir sicher, dass unsere kontinuierliche Bildungsarbeit und unsere pastoralen Hilfen dazu beitragen, dass die Inhalte und der Auftrag des Bonifatiuswerkes bei unseren Spendern positiv wahrgenommen werden“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

Das Bonifatiuswerk förderte Projekte im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz mit 6,1 Millionen Euro, in Norwegen, Schweden, Dänemark Finnland und Island mit 1,4 Millionen Euro und in Estland und Lettland mit 860.000 Euro.

Nach der Rückkehr vom 100. Katholikentag in der Diaspora Leipzigs berichtete der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, dass er immer wieder erfahren habe, wie sehr die Arbeit des Diaspora-Hilfswerks geschätzt werde. „Für Katholiken in der Minderheit sind wir dank unserer Spender ein verlässlicher Partner. Mit unserer Unterstützung möchten wir eine Zukunft mitgestalten, in der unser christlicher Glaube und unsere Werte erfahren und erlebt werden.“ Der gesamte Jahresbericht 2015 unter www.bonifatiuswerk.de.

Patrick Kleibold