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02. Juni 2014 - Regensburg, Vechta

Es ist gut, dass es Euch gibt

Geschichten vom Katholikentag 2014 (VIII)

Der Gottesdienst für die geistlichen Gemeinschaften am vergangenen Samstagabend war einer der letzten großen Gottesdienste des 99. Katholikentages. 

Bischöfe zelebrieren Gottesdienst

Reinhard Kardinal Marx und viele Bischöfe und Geistliche zelebrierten den Gottesdienst der geistlichen Gemeinschaften

Der Andrang war gewaltig. Die wuchtige alte Benediktinerbasilika St. Emmeram am Rand der Regensburger Innenstadt musste schon lange vor Beginn wegen Überfüllung geschlossen werden. Innen drängelten sich die Menschen in einer beängstigenden Enge. Reinhard Kardinal Marx aus München, der den Gottesdienst in Vertretung für den kurzfristig verhinderten Bischof Dr. Felix Genn aus Münster hielt, wurde am Altar u.a. vom Münsteraner Weihbischof Christoph Hegge, Bischof Wolfgang Ipolt aus Görlitz und Stefan Oster, dem neuen Bischof von Passau, begleitet. Die Predigt hielt Weihbischof Heinrich Timmerevers, Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofkonferenz. Es sei das erste Mal, dass es für diese Gruppe auf einem Katholikentag einen eigenen Gottesdienst gebe, sagte Timmerevers. Unter stürmischem Applaus der Anwesenden dankte der den Organisatoren, die sie sich dafür stark gemacht hatten.

Über 83 geistliche Gemeinschaften und Bewegungen gebe es in Deutschland, sagte Timmerevers in seiner Predigt. Ihre Zahl sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Vor dreißig Jahren habe ihre Zahl bei ca. zwanzig gelegen. „Wenn jemand den Anschluss an eine geistliche Gemeinschaft gefunden hat, gibt es dort meist eine charismatische Führungspersönlichkeit.“ Es seien aber nicht nur diese geistlichen Führungspersönlichkeiten. „Im Kern geht es doch darum, dass die Freude des Evangeliums das Herz und Leben der Menschen bewegt, die Jesu begegnen.  Wer sich einer geistlichen Gemeinschaft anschließt, der findet im Leben den Weg zu Jesus. Und wer Jesus begegnet, dessen Leben verändert sich“. Als authentische Zeugen bat Timmerevers drei Personen an den Ambo - einen jungen Theologiestudenten aus München und ein Ehepaar mit drei Kindern aus Rosenheim. Sehr persönlich und emotional schilderten sie ihren Lebensweg zu Gott und ihren Lebenswandel, seit sie Gott gefunden haben. „Ich habe das Drängen zu Gott gespürt“, erzählte der Student David Fischer. „Gott beruft nicht die Befähigten, sondern er befähigt die Berufenen“, machte er klar. „Unser Leben und unsere Familie soll Gott gehören“, erklärte Simone Rippke für sich und ihren Mann. Die Bibel würde sie inzwischen jeden Tag begleiten. Timmerevers rief die Anwesenden anschließend dazu auf, sich einzubringen in die Gesellschaft und ihr Charisma allen Menschen zur Verfügung zu stellen. „Halten Sie sich den Satz vor Augen: Ich mache keine Mission - ich bin eine Mission“.

„Es ist gut, dass es Euch gibt“, bedankte sich Kardinal Marx am Ende des Gottesdienstes unter tausendfachem Applaus bei den Mitgliedern der geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen.

Ludger Heuer

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