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Historisches Treffen in Wittenberg

23. Februar 2017 - Wittenberg, Vechta

Evangelische und katholische Bischöfe besuchen Lutherstadt

Es kann sicherlich als historisch bezeichnet werden. Anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläumsjahres hatte die Konföderation der evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen die niedersächsischen Bischöfe zu einem zweitägigen Besuch in die Lutherstadt Wittenberg eingeladen. In der „Denkbar“ informierte Christof Vetter, Marketingleiter des Organisationsbüros in Wittenberg, die Bischöfe über die Vorbereitungen und das Festprogramm zum Jubiläumsjahr. Dieses kleine Ladenlokal in der Innenstadt von Wittenberg haben die Oldenburger Landeskirche, die bremischen Landeskirche und die ev.- reformierte Landeskirche in Leer für einige Monate angemietet und zu einem Treffpunkt für Veranstaltungen hergerichtet.

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(v.l.) Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (Ev.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe), Schriftführer Renke Brahms (Bremische Evangelische Kirche), Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Bistum Osnabrück), Bischof Jan Janssen (Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg), Bischof Norbert Trelle (Bistum Hildesheim), Landesbischof Christoph Meyns (Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig), Weihbischof Wilfried Theising (Bischöflich Münstersches Offizialat Vechta) und Kirchenpräsident Martin Heimbucher (Ev.-ref. Kirche mit Sitz in Leer) vor der „denkbar. Der Laden“ in Wittenberg.

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Weihbischof Theising pflanzt einen Amberbaum

Vom 20. Mai bis 10. September würden in Wittenberg in sieben sogenannten Torräumen und sechzehn Themenwochen drängende kirchliche und gesellschaftliche Herausforderungen aufgegriffen und in Vorträgen und Diskussionen, mit Kunstaktionen, Ausstellungen, Installationen und Musik diskutiert, sagte Vetter. Dabei werde das Reformationsjubiläum, anders als vor 100 Jahren, ökumenisch und international gefeiert. Höhepunkt des Jubiläums ist der Festgottesdienst am 28. Mai. Zu ihm werden mehr als 100.000 Menschen erwartet. Infos unter www.r2017.org.

Bei ihrem Besuch pflanzten die katholischen Bischöfe auch Bäume im Luthergarten. Für 500 Bäume sucht der Lutherische Weltbund international Bistümer und Gemeinden, die sich als Paten an dem Projekt beteiligen und damit ein ökumenisches Netzwerk schaffen sollen. Einen der ersten Bäume hatte im November 2009 der damalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper, gepflanzt. Inzwischen stehen hier Bäume von Kirchen verschiedener Konfessionen aus 86 Ländern.

Als Nummer 354 pflanzte jetzt Weihbischof Theising einen Amberbaum, wobei ihn das regnerische Wetter bei der Arbeit unterstützte. Eine Patenschaft kostet 500 Euro, bezahlt werden davon der Kauf des Baumes, die Pflanzung, die Anwachspflege und das Schild mit Informationen zum Paten. Als Zeichen ökumenischer Solidarität verdoppelte Theising die Summe, wodurch er einer unvermögenden Gemeinde die Teilnahme an dem Projekt ermöglichte.

Ludger Heuer