Vom 20. Mai bis 10. September würden in Wittenberg in sieben sogenannten Torräumen und sechzehn Themenwochen drängende kirchliche und gesellschaftliche Herausforderungen aufgegriffen und in Vorträgen und Diskussionen, mit Kunstaktionen, Ausstellungen, Installationen und Musik diskutiert, sagte Vetter. Dabei werde das Reformationsjubiläum, anders als vor 100 Jahren, ökumenisch und international gefeiert. Höhepunkt des Jubiläums ist der Festgottesdienst am 28. Mai. Zu ihm werden mehr als 100.000 Menschen erwartet. Infos unter www.r2017.org.
Bei ihrem Besuch pflanzten die katholischen Bischöfe auch Bäume im Luthergarten. Für 500 Bäume sucht der Lutherische Weltbund international Bistümer und Gemeinden, die sich als Paten an dem Projekt beteiligen und damit ein ökumenisches Netzwerk schaffen sollen. Einen der ersten Bäume hatte im November 2009 der damalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper, gepflanzt. Inzwischen stehen hier Bäume von Kirchen verschiedener Konfessionen aus 86 Ländern.
Als Nummer 354 pflanzte jetzt Weihbischof Theising einen Amberbaum, wobei ihn das regnerische Wetter bei der Arbeit unterstützte. Eine Patenschaft kostet 500 Euro, bezahlt werden davon der Kauf des Baumes, die Pflanzung, die Anwachspflege und das Schild mit Informationen zum Paten. Als Zeichen ökumenischer Solidarität verdoppelte Theising die Summe, wodurch er einer unvermögenden Gemeinde die Teilnahme an dem Projekt ermöglichte.
Ludger Heuer

