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26. März 2016 - Münster

Christus ist für jeden Einzelnen gestorben

Bischof Genn feiert Osternacht und tauft zwei Erwachsene

„Christus ist nicht einfach für eine unbestimmte formlose Masse, die nicht weiter zu definieren ist, gestorben. Sein Tod galt jedem Einzelnen, weil die Macht der Sünde, die Trennung von Gott und voneinander und der Tod ebenso jedem Einzelnen anhängt.“ Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, bei der Feier der Osternacht am 26. März im St.-Paulus-Dom in Münster betont. Jeder könne das mit persönlichen Beispielen füllen, sagte der Bischof und fuhr fort: „In diese unsere persönliche Wirklichkeit ist Christus hineingegangen. Er hat durch Seine Auferstehung die Tore des Lebens geöffnet, das unzerstörbar ist.“ In der Osternacht taufte Bischof Genn auch zwei Erwachsene, spendete ihnen das Sakrament der Firmung, und sie empfingen die erste heilige Kommunion.

Während viele die Botschaft der Auferstehung für Geschwätz und Gerede hielten, sähen die Taufbewerber das offenkundig anders und glaubten ihr, unterstrich Bischof Genn. Die Taufbewerber bekräftigten die übrigen Gläubigen in ihrem Glauben und gäben ein „konkretes Zeugnis für die Macht, dass der Herr lebt.“  Mit dem Entschluss, sich taufen zu lassen, mach-ten sie deutlich, dass die Botschaft von der Auferstehung „nicht Geschwätz, nicht Gerede, sondern ewig relevant“ sei.

Die Taufe, so sagte der Bischof weiter, sei ein ganz wichtiger Schritt. Sicher gebe es unterschiedliche Beweggründe, aber „gemeinsam ist allen eine Sehnsucht, eine Sehnsucht dazu zu gehören, die Sehnsucht einem inneren Mangel abzuhelfen, dass ohne den christlichen Glauben irgendetwas fehlt.“ Umgekehrt habe auch Gott selbst eine tiefe Sehnsucht nach den Menschen und lade sie dazu ein, zu ihm zu kommen und auf ihn zu hören: „Er sehnt sich förmlich danach, sich selbst mir, jedem Einzelnen von uns, zu geben. Wer sich taufen lässt, gibt dieser Sehnsucht Antwort.“

Deshalb sei die Taufe auch nicht einfach ein Abschluss, sondern sie schicke die Getauften auf den Weg: „Der Prozess des Christwerdens geht weiter.“ Was in den Sakramenten geschenkt worden sei, wolle im Leben angeeignet werden. „Deshalb brauchen die Täuflinge dieser Nacht Schwestern und Brüder, die weiter mit ihnen gehen und ihnen zeigen: Der Glaube will genährt werden, damit er uns immer mehr in Fleisch und Blut übergeht“, sagte der Bischof. Er dankte allen, die die Taufbewerber schon bislang auf ihrem Weg bis hin zur Taufe begleitet hätten.   

Bischöfliche Pressestelle Münster